1. Geografie und Bevölkerung
- Fläche: 3,3 Mio. km² (etwa neunmal so groß wie Deutschland).
- Bevölkerung: ca. 1,43 Milliarden Menschen (Stand 2024) – damit ist Indien das bevölkerungsreichste Land der Welt.
- Städte: Megastädte wie Mumbai (20 Mio.), Delhi (32 Mio.), Bangalore (13 Mio.).
- Vielfalt: Über 2.000 ethnische Gruppen, mehr als 20 Amtssprachen (Hindi und Englisch sind die wichtigsten).
2. Wirtschaft
- Wirtschaftskraft: Indien ist die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt (BIP ca. 3,7 Billionen USD).
- IT-Boom: Bangalore gilt als „Silicon Valley Indiens“. Indische Firmen wie Infosys und Tata Consultancy Services sind global führend.
- Landwirtschaft: Rund 40 % der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft. Wichtige Produkte: Reis, Weizen, Baumwolle, Tee.
- Industrie: Textilien, Maschinenbau, Pharmaindustrie und Automobilproduktion sind bedeutend.
- Probleme: Trotz Wachstum leben über 200 Mio. Menschen unter der Armutsgrenze.
3. Gesellschaft und Kultur
- Religionen: 80 % Hindus, 14 % Muslime, dazu Christen, Sikhs, Buddhisten.
- Traditionen: Feste wie Diwali (Lichterfest) und Holi (Farbenfest) sind weltweit bekannt.
- Moderne Einflüsse: Bollywood ist eine der größten Filmindustrien der Welt. Gleichzeitig wächst der Einfluss westlicher Kultur in Mode und Musik.
4. Politik
- Indien ist die größte Demokratie der Welt mit über 900 Mio. Wahlberechtigten.
- Regierungssystem: Föderal mit 28 Bundesstaaten.
- Herausforderungen: Korruption, soziale Ungleichheit, Spannungen zwischen Religionsgruppen.
5. Herausforderungen
- Armut: Trotz Fortschritt leben Millionen in Slums.
- Bildung: Alphabetisierungsrate liegt bei ca. 77 % – große Unterschiede zwischen Stadt und Land.
- Umwelt: Delhi gehört zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit.
- Urbanisierung: Jährlich ziehen Millionen in Städte – Wohnungsnot und Verkehrsprobleme nehmen zu.
Aktuelle Fragestellung:
„Wie beeinflusst die Digitalisierung das Leben der Menschen in Indien?“
Hintergrund und Beispiele
- Internetnutzung: Über 800 Mio. Menschen haben Zugang zum Internet – vor zehn Jahren waren es weniger als 200 Mio.
- Smartphones: Günstige Geräte und billige Datenpakete machen digitale Kommunikation auch für arme Familien möglich.
- Digitale Zahlungen: Systeme wie UPI (Unified Payments Interface) ermöglichen bargeldlose Zahlungen – selbst Straßenhändler nutzen QR-Codes.
- Online-Bildung: Plattformen wie „Byju’s“ oder „Unacademy“ bieten Lernmaterial für Millionen Schüler.
- Probleme: Digitale Spaltung zwischen Arm und Reich, Datenschutzrisiken und Cyberkriminalität nehmen zu.
Fazit
Indien ist ein Land der Gegensätze: Hightech-Metropolen und ländliche Armut, alte Traditionen und digitale Innovationen. Die Digitalisierung verändert den Alltag – von Bezahlung bis Bildung –, aber sie bringt auch neue Herausforderungen.